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Spanische Rotweine

Spanische Rotweine, Freunde charakterstarker Rotweine auf der ganzen Welt schätzen und mögen Rioja, den wohl bekanntesten Rotwein Spaniens. Dabei haben die Winzer auf der iberischen Halbinsel noch so viel mehr zu bieten. Der „Vino Tinto“ (spanisch für Rotwein) besitzt traditionell einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und ist entsprechend, je nach Region und Geschichte, nach unterschiedlichen Philosophien und auf verschiedenen historischen Grundlagen ausgeprägt. Das einzigartige Klima Spaniens, einerseits maritime Einflüsse aus Mittelmeer und Atlantik, andererseits auch das Gebirgsklima aus der Sierra Nevada oder den Pyrenäen, geben den Reben eine einzigartige Lebensgrundlage. Das wiederum sorgt für würzige und aromatische Rotweine, deren Charakter die Heimat hervorragend repräsentieren. Begleiten Sie uns auf eine Reise durch die Welt der spanischen Rotweine, treffen Sie alte Bekannte und lernen Sie neue Vertreter der spanischen Weinwelt kennen.

Spanischer Rotwein

Spanischer Rotwein ©iStockphoto/herraez

Spanische Rotweine – Die bekanntesten Anbaugebiete

Jeder Weintrinker sollte Rioja kennen, das bekannteste Weinanbaugebiet Spaniens. Aber auch Navarra, Castilla y Leon, Murcia oder sie Balearen bieten ideale Bedingungen für tolle Rotweine. Eher weniger bekannt ist, dass auch Extremadura oder La Mancha sehr gute spanische Rotweine hervorbringen. Und auch die Gegend um die Hauptstadt Madrid ist nicht zu verachten.

Welche spanische Rotweine gedeihen in Spanien besonders gut?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Spaniens klimatische Zonen sind so unterschiedlich wie die Weine, die sie hervorbringen. Dazu sollte man wissen, dass Spanien die meiste Weinanbaufläche weltweit besitzt; etwa 13% der weltweiten Weinbauflächen gehören zu Spanien. Da ist eine große Vielfalt beinahe schon vorauszusetzen. Wir werden Versuchen, etwas Licht ins Dunkel in Bezug auf spanische Rotweine zu bringen.

Tempranillo – Der Klassiker beim Thema spanische Rotweine

Tempranillo ist der spanische Rotwein schlechthin. Er wird durch seine kräftige, rubinrote Farbe gekennzeichnet. Sein Aroma nach Vanille und Süßkirsche wird von einem feinen Mandelaroma flankiert.

Cabernet Sauvignon – Spanische Rotweine der Extraklasse

Die weltweit meist angebaute Traube wird natürlich auch in Iberien kultiviert. Das charakteristische Aroma nach Cassis mit einem Hauch von Muskat verzaubert viele Weinliebhaber. In den letzten Jahren experimentieren viele, vorwiegend junge, spanische Winzer mit der Traube. Man darf gespannt sein, welche Symbiosen sich hieraus ergeben. Besonders beliebt ist der Cabernet Sauvignon bei Winzern in Ribera del Duero und Katalonien.

Cabernet Franc

Die rote Traube, die aus Bordeaux stammt, verfügt über eine mildere aromatische Struktur als der Cabernet Sauvignon. Die kleine Schwester des Cabernet Franc, die Mencia, ist hauptsächlich in Kastilien und Galizien verbreitet.

Cariñena

Die Cariñena ist, ähnlich wie der Tempranillo, in Spanien daheim. Sie ergibt sehr harmonische und gefällige Weine, die trotzdem charakterstark und robust wirken. Hauptanbaugebiete sind Calatayud und Tarragona.

Brancellao

Leider ist die Brancellao eher unbekannt. Dabei hätte sie eine weitere Verbreitung verdient. Die hauptsächlich in Rías Baixas und Galizien angebaute Traube ist eine der hochwertigsten Trauben Spaniens, ihre Weine sind elegant und fein strukturiert. In Portugal ist diese leider sehr selten gewordene Rebe als Brancelho bekannt.

Fogoneu – Spanische Rotweine aus Mallorca

Fogoneu ist eine regionale mallorcinische Traube. Ihr wird eine geschmackliche Ähnlichkeit zur Gamay-Taube zugeschrieben, aus der die Weine des Beaujolais gekeltert werden. Entsprechend weich und harmonisch wirken auch die Weine von der Baleareninsel, die mit der Fogoneu-Traube erzeugt werden.

Espadeiro

Ähnlich dem Brancellao ist auch die Espadeiro-Traube zwar hochwertig, aber nur noch vereinzelt zu finden. Wenn überhaupt, kann man sie in Rías Baixas und Galizien finden. Das ist eigentlich sehr schade, denn kaum eine Traube kennt so viele Spielarten wie die Espadeiro. Die spätreifende Traube ergibt Weine, die sehr eigenwillig sind, was der Qualität aber keinen Abbruch tut.

Garnacha Tinta

Der Garnacha ist einer der häufigsten Vertreter der spanischen Rotweinwelt. Er ist fast überall daheim und ergibt Weine, die zwar eine eher schwache Färbung aufweisen, aber auch arm an Tanninen sind. In Rioja wird der Garnacha mit dem Tempranillo verschnitten. Der Grund hierfür ist einfach: Garnacha ist zwar reich an Alkohol, aber geschmacklich weich und nicht zu dominant. In trockenen und heißen Jahren ergibt der Garnacha aber auch sortenrein kräftige und lagerfähige Rotweine.

Malbec

Die kräftige Malbec-Traube wird nahezu ausschließlich im oberen Duero-Tal angebaut. Hier allerdings in außerordentlich hoher Qualität, weshalb sie bei den edlen Vega-Sicilia Weinen zum Einsatz kommt.

Manto Negro

Auf den Balearen und im Binissalem wird diese Traube verwendet, um harmonische und leichte Weine mit kurzer Reifezeit zu erzeugen.

Merlot

Die geografische Nähe zu Frankreich bedingt, dass natürlich auch französische Trauben in Spanien heimisch geworden sind. Der Merlot darf da nicht fehlen. In Katalonien, im Priorat, in Ribero del Duero und in Navarra reifen Weine mit extrem hohen Potential heran, die sich im internationalen Vergleich nicht verstecken müssen.

Monastrell

Die Monastrell ist eine Traube, die sich durch reiche Erträge und ihre tiefrote Farbe auszeichnet. Die alkoholreichen Weine werden vor allem in Alicante, Valencia und Murcia angebaut.

Graciano

Der Graciano ist eher der heimliche Star unter Spaniens Rotweinen. Trotz geringer Erträge haben die Weine ein ungeheures Potential und sind auch bei langer Lagerung stabil. Diese Eigenschaften sorgen dafür, dass der Graciano gerne bei den Gran Reservas eingesetzt wird. Hauptanbaugebiete für den Graciano sind Navarra und Rioja.

Syrah

Ein weiterer Import aus Frankreich ist der Syrah, in der Neuen Welt auch als Shiraz bekannt. In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Anbaufläche dieses dunklen und tanninreichen Rotweins in Spanien versechsfacht! Diese eindrucksvolle Bilanz ist das sichtbarste Ergebnis der Pionierarbeit von Carlos Falcó, dem Marqués de Griñón. Er experimentierte auch mit anderen französischen Reben und ebnete ihnen den Weg auf Spaniens Weinberge.

Pinot Noir

Man sollte nicht verschweigen, dass nicht alle französischen Trauben in Spanien die Bedingungen vorfinden, die sie brauchen. Der Pinot Noir ist dafür ein Beispiel. Bringt er in Frankreich sehr anständige Qualitäten hervor, werden die Weine in Spanien eher dünn und belanglos.

Fazit zum Thema spanische Rotweine

Wir haben Ihnen hier in aller Kürze einen Abriss über die spanischen Rotweine zu geben versucht. Aber wie immer im Leben können Worte nicht alles wiedergeben, was das Erlebnis ausmacht. Deswegen unser Rat: probieren Sie die spanischen Rotweine aus, lernen Sie die spezifische Vielfalt der Regionen kennen. Wir dürfen Ihnen versichern, dass die spanischen Rotweine das Zeug dazu haben, Sie zu verzaubern und zu begeistern.

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